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Einleitende Worte aus dem Originaltext 2001

Irgendwann haben wir angefangen, den Menschen aufzuschneiden, zu analysieren. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich daraus die einzelnen medizinischen Richtungen entwickelt. Jede einzelne konnte sich auf ihrer Ebene in irgendeiner Weise profilieren, alte medizinische Weisheiten sowie Weltanschauungen wurden durch neues Gedankengut und medizinische bzw. therapeutische Vorgehensweisen ersetzt, die ein gesundheitliches Problem spezifisch angehen sollten.

Wer in der Heilkunde das Vergangene nicht ehrt und immer nach dem
Neuen schielt, der täuscht sich selbst und die anderen.
Hippokrates 460 v.Chr.

Mit Folgen: zunächst in einer Abnahme todbringender Infektionskrankheiten, einer Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung sowie verbesserter invasiver bzw. operativer/(unfall)chirurgischer Techniken resultierend, kritisch betrachtet jedoch auch in einer Zunahme meist chronischer bzw. auf mehrere Grundursachen zurückzuführender Neuerkrankungen.

Der Grund dafür ist mannigfach bedingt:

  • Unser Lebenswandel wider die Natur, was Ernährungsgewohnheiten,
    Bewegungsarmut bzw. –stereotypie, Stress mit vegetativer Überforderung, Umweltnoxen, etc. betrifft.
  • Unser Gesundheitssystem, welches von mangelnder Einsicht in die Interaktion unserer verschiedenen Organsysteme geprägt ist (beispielsweise: somatoviscerale respektive viscerosomatische Interaktionen)
  • Das persönliche Zufriedenstellen mittels Symptombekämpfung seitens Arzt oder Behandler/Therapeut

Die Orthopädie/Physiotherapie (wobei die Ausnahmen glücklicherweise die Regel bestätigen) ist in besonderem Maße von diesem „Miss-Verständnis“ bzw. Einbahndenken betroffen, und es sollte wieder Geschichte werden, dass beispielsweise ein chronisch schmerzhaftes Kniegelenk eines Patienten/Sportlers banal nur als (oft therapieresistentes) Knie betrachtet wird. Dieses zweidimensionale Denken steht in krassem Gegensatz zu unserem ganzheitlichen interdisziplinären Therapieansatz, der bei selbigem Problem im Bedarfsfall angefangen von der Fuß-, Becken-, Wirbelsäulenstatik über visceral-internistische bis hin zu psychosoziale sowie energetische Behandlungsformen in Erwägung ziehen würde. Dieses „Gedankenspiel“ lässt sich auf sämtliche – vor allem chronifizierte – orthopädische Dysfunktionen übertragen.“